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Der Schulgarten

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Gartentag

Unterrichtsprojekte im Schulgarten

Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt

Garten AG

Ein besonders augenfälliges Merkmal des Marion Dönhoff Gymnasiums in das weitläufige üppig begrünte Schulgelände. Diese naturbezogene Lage unserer Schule wirkt nicht nur in den Pausenzeiten entspannend, sondern ermöglicht auch viele unterrichtsbezogene Projekte und gemeinsame Aktivitäten in der freien Natur. So trifft sich zur Pflege dieses schönen Geländes mindestens einmal im Jahr die Schulgemeinschaft zum Gartentag

  

Eine besondere Rolle kommt dabei unserem Schulgarten zu, um den sich besonders Herr Krohn (siehe Abbildung) bemüht, der auch schul- pädagogisch im botanischen Garten engagiert ist.

   

   

In den Pausen wird der Garten gern besucht und geerntet wird auch. Diese Zierkürbisse sind giftig!

Wir könnten noch Aktive gebrauchen.

Unsere Arbeitszeit ist freitags von 13.30 – 15.30 in der Garten AG.

 

Kartoffeln werden gelegt, das Sonnensegel wieder gesetzt und kleine Experimente gestartet: Wachsen Karotten eigentlich weiter, wenn man sie in Erde setzt?  

Die Pflanzen auf dem mageren Sand wachsen sehr gut,
die Minzen schießen
und mitten auf dem Kies steht eine Banane

  

Es entsteht eine kleine Sammlung von Kastanien – Zwergformen, Sträucher, kleine Bäume.

  

Man kann eine Mutation sehen, die diesen verkrümmten Wuchs erzeugt (Abbildung links) oder eine amerikanische Kastanie, die garantiert nicht von der Miniermotte befallen wird (19).

Frühling im Schulgarten

Neue Beete im Frühjahr 2009

Im Frühjahr entstehen neue Beete im Gartenbereich vor dem Medienzentrum ( siehe grüne Markierung in der Abbildung oben ). Damit erhält das Marion Dönhoff Gymnasium einen weiteren attraktiven Aufenthaltsbereich.

 

Die Klasse 8a und Schüler der Garten AG helfen tatkräftig mit. 

Zu der neuen Gartenanlage gehört auch ein Schachspiel mit Feldern aus Steinen und Rinde. Die Figuren sind aus Regenrinnen gesägt.

Ein Sonnensegel soll vor Sonnenbrand schützen – es weht eines Tages davon.

Ernte im Schulgarten im August

Die Beete, die im Juni angelegt wurden, tragen Früchte und viele Minze-Arten sind gut über den Sommer gekommen. Damit hatten wir nicht gerechnet: Die Beete sind nach unten mit einem Wurzelflies abgedichtet, so dass die aufgefüllte Bodenschicht nur 25 cm dick ist. Die Sonnenblumen sind in unseren privaten Gärten daher auch bis zu 3 Meter groß. Hier sind auch die größten nur  knapp 150 cm groß.

 

Der Falter auf der Kapuzinerkresse ist ein Distelfalter. Im Juni waren tausende dieser Wanderfalter über die Alpen bis zu uns gekommen. Sie sehen auch etwas abgeflattert aus.

 

Die Kartoffeln aus dem Sandbeet sind teilweise winzig, teilsweise normal groß. Es ist eine marokkanische Sorte. Nächstes Jahr möchten wir einen ganzen Kartoffelacker anlegen.

 

Wildbienen im Schulgarten

 

Seit Jahren beobachten wir Insekten - insbesondere Wildbienen - an einer Nisthilfe. Die Winterbilder sind vom März 2008. Die Nisthilfe enthält auch Lehmklumpen, die mit Bohrlöchern versehen sind.

 

 

  

Die anderen Bilder zeigen eine Wildbiene mit Namen Anthidium manicatum, die von haarigen Pflanzen die Wolle für ihr unterirdisches Nest holt.

  

Die Männchen haben drei kräftige Dornen am Hinterleib.

Sie rammen Rivalen in der Luft und verjagen sie.

Pflanzen im Wüstengarten

Hier ist eine kleine Auswahl  von Pflanzen aus dem „Wüstengarten“.  Sie sind so ausgewählt, dass sie auch längere Trockenheit und sandigen Boden ertragen. Wir legen auch eine kleine Oase an, pflanzen ab Mai Bananen und Papyrus, und wollen außerdem Pflanzen haben, die für Wildbienen nützlich sind. Wir haben einige Rote Mauerbienen (Osmia rufa) ausgesetzt, die die Nisthilfe angenommen haben. Nicht zuletzt sollen die Pflanzen möglichst duften und aus ungewöhnlichen Pflanzenfamilien stammen. Den Anlass gab(en) nicht nur der Klimawandel, sondern zwei große Bäume – ein Götterbaum und eine Catalpa bignonioides, ein Bohnenbaum. Beide sind schon etwas Besonderes.

 

 

Name

Lateinischer Name

Allgemeines

Bodenansprüche

Blüte

Kiwi

Essbare Früchte

Actinidia kolomikta

Strahlengriffelgewächse; 40 Arten in China, 7 in Mitteleuropa im Anbau; frostempfindlich, kann in strengen Wintern zurückfrieren, treibt aber wieder neu durch.

Kletterstrauch, starkwüchsig, bis 7m; guter Gartenboden, im Sommer hoher Wasserbedarf

Blütezeit: Juni

Blüht am vorjährigen Holz. Zweihäusig! Auf sechs weibl. Pflanzen eine männl.

Feige

Ficus carica

Verwandt mit dem Maulbeerbäumen, Heimat Mittelmeerraum und Kleinasien;

 

 

Gewürzstrauch,

Echter

Calycanthus floridus

Gewürzstrauchgewächse; Südöstl. Nordamerika

Gewürzstauch der Indianer; Ersatz für Cinnamomum (Zimt, Kampher)

Rinde duftet getrocknet stark aromatisch nach Gewürznelken

Standort sonnig bis leicht schattig, nicht zu trockene, nahrhafte Böden

Dunkelrotbraune Blüten, 4-5 cm breit, duften abends nach Erdbeeren

Tamariske

Tamarix parviflora

Tamariskengewächse; Mittelmeergebiet, bis Kleinasien.

Frosthart, trocken- und hitzeresistent, stadtklimafest, hohe Salztoleranz, windfest (bewährt an Küsten)

Standort: Sonne

Auf trockenen, frischen, durchlässigen, nicht zu nährstoffreichen Böden

Mai-Juni,  kleine Blüten an hängenden Rispen

Esskastanie

Castanea sativa

Fagaceae, Buchengewächse

Südeuropa, Nordafrika, Kleinasien.

Hitzeverträglich, sommerliche Trockenzeiten werden gut vertragen. Standort sonnig bis lichten Schatten

Hohes Ausschlagvermögen; früher

Niederwaldbetrieb

Grasreiche Eichenwälder auf mäßig trockenen bis frischen, kalkarmen, humosen, sandig-steinigen und lehmigen Böden

Juni-Juli, einhäusig

Männl. Blüten in grünlichweißen, bis 20cm langen aufrechten Ähren, stark duftend, weibl. Blüten einzeln, unscheinbar. Bestäuber: Käfer! (Duft)

 Flieder

Syringa vulgaris „Andenken an Ludwig Späth“

Ölbaumgewächse; Südosteuropa und Ostasien.

S. vulgaris kam im 16. Jhdt. aus dem Balkan nach Westeuropa. Ende 19.Jhdt. beliebt geworden

Absolut frosthart, wärmeliebend, hitzeverträglich, stadtklimafest, rauchhart. Ausläufer treibend, windresistent (in S.-H. als Windschutzhecken)

Gedeiht auch noch auf ärmeren Sandböden Optimal auf mäßig trockenen, frischen, nährstoffreichen, sandig-humosen , gutdurchlässigen, sommerwarmen und sommertrockenen Standorten

Mai, Anfang Juni, tief violett

Blauschoten-strauch,

Blauschote

Decaisnea fargesii

Fingerfruchtgewächse; Lardizabalaceae

Westchina, in Bergwäldern

Sehr frosthart, reift auf mageren Böden besser aus

Früchte bis 10cm lange, bohnenartige, daumendicke Balgfrüchte, im Spätsommer kobaltblau gefärbt, zusammen mit gelbem Herbstlaub sehr auffallend , ungiftig

Sehr bodentolerant, bevorzugt aber nahrhafte, nicht zu trockene Böden mit gutem Wasserabzug, nässeempfindlich

Juni, in lockeren, hängenden Trauben, Einzelblüte gelb, glockig.

Judasbaum

Cercis siliquastrum

Caesalpiniaceae,

Südeuropa bis Afghanistan, auf sehr trockenen Berghängen wie an Flussufern,  mittelgründige, mäßig nährstoffreiche, meist kalkhaltige Böden

Verträgt  größte Hitze- und Trockenperioden, in der Jugend frostempfindlich, später völligwinterhart.

Sandige, gut durchlässige Lehmböden, mäßig trocken bis trocken, kalkliebend, gedeiht auch auf schwachsauren Standorten.

Purpurrosa Schmetterlingsblüten in kurzen Trauben am mehrjährigen Holz oder aus älteren Stämmen hervorbrechend

Urwelt-Mammutbaum

Metasequioa glypto-stroboides

China, 1941 entdeckt.

Feuchtschattige Gebirgswälder zwischen 700 und 1300 Metern auf tiefgründigen, nahrhaften, gut drainierten Lehmböden

Nadeln werden mit dem Kurztrieb im Herbst abgeworfen, Nadeln im Gegensatz zu Taxodium gegenständig

Frosthart, bodentolerant, stadtfest.

gedeiht auch auf mäßig trockenen Sandböden, wo der Zuwachs allerdings nur gering ist.

An guten Standorten Zuwachs bis zu 100 cm pro Jahr!

Mai, männliche Blüten in 5-10cm langen, kätzchenartigen Ähren, weibl. Blüten endständig, 5-6mm lang, gelbgrün

 

 


Diesen Artikel drucken :: 06.02.2012
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