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ISERV

Schreibwettbewerb zum Dönhoff-Fest

Zur Umbenennung unserer Schule in das „Marion Dönhoff Gymnasium“ fand für die Klassenstufen 5 bis 7 ein Schreibwettbewerb statt.

 

Die Klassen 5 bekamen die Aufgabe, eine Geschichte zu den „Dönholden“ zu erfinden; einer Koboldart, die noch relativ unbekannt ist….

Die Preisträger dieser Altersgruppe wurden von den SchülerInnen der 6. Klassen bestimmt. Sieger wurde Lennart Haupt, Klasse 5a (jetzt 6a)

Rechts sehen sie das Siegerbild zu dieser Geschichte von Emilia Becker. Es  entstand bei einem Malwettbewerb am Lesefest.  

Die SchülerInnen der Klassen 6 bekamen die Aufgabe, zu folgenden Begriffen aus dem Leben von M. Dönhoff eine Geschichte zu erfinden.

Welt      Pferd       Heimat         Zeitung    Schloss      Blankenese   Ostpreußen

                                   Buch              Reise          Versöhnung.   

Siegerin in dieser Altersgruppe wurde nach Auswertung durch die 7. Klassen

Merle Bohlen, Klasse 6a (jetzt 7a)

 

Die 7. Klassen hatten ebenfalls die Aufgabe aus einer noch größeren Anzahl von Begriffen eine gut gegliederte Geschichte zu schreiben. Siegerin wurde nach Auswertung durch die 9. Klassen Anna-Lena Dräger, 7c (jetzt 8c)

 

Herzlichen Glückwunsch!!!!!

 

Die Geschichten sind hier nachzulesen:

Die Dönholde - von Lennard Haupt

  

Hallo, ich bin Lennard und will Euch eine Geschichte erzählen, die kaum zu glauben ist.

Aber eins könnt Ihr mir glauben – es ist eine wahre Geschichte.

 

Die Geschichte beginnt in einem kleinen Wald. Besser gesagt, tausend Meter unter der Erde.

Dort lebten die Dönholde. Die Dönholde waren kleine Kobolde mit langen Ohren, langen Fingernägeln, etwas verschrumpelter Haut und sie trugen immer ein Lederjäckchen.

Im Königssaal verkündete der König der Dönholde, dass sie sich wieder einmal auf die Jagd machen würden. Übrigens, die Dönholde hatten die Eigenschaft, Löcher herzustellen, wodurch sie dann an den Ort gelangen würden, den sie sagten.

Krakra, der König, zeichnete mit seinen langen Fingernägeln einen Kreis in den Boden und siehe da: ein großes schwarzes Loch kam zum Vorschein! Alle sprangen hinein, außer des Königs Sohn Tiemo. Tiemo hatte nur dreißig  Zentimeter lange Fingernägel und war erst siebentausenddreihundertsechsundsiebzig Jahre alt. Das bedeutet, er war für uns erst elf Jahre alt. Dennoch konnte er ein Zeitloch erstellen. Und genau das tat er jetzt auch. Er zeichnete einen Kreis und sprach die Worte:“ Krack Krack Berg“. Aber leider versprach er sich und sagte:“ Knack Rach Berg“. Er sprang in das Loch und fand sich auf der Turnhalle einer Schule wieder. Er kletterte schnell das Dach hinunter. Dann rannte er so schnell er konnte auf den Schulhof der Schule. Auf dem Weg dorthin sah er merkwürdige Zweibeiner mit einer Größe von über einem Meter!

Als er auf dem Schulhof angekommen war, machte er sich schnell ein Loch und sprang hinein. Er war wieder zuhause! Er erzählte alles seinen Eltern. Der König sagte:“ Tiemo, das war das erste Loch, das du gemacht hast, darum nenne ich es Dönhoff Gymnasium.“

 

Das war meine Geschichte. Aber jetzt muss ich sie leider abgeben. Also wundert Euch nicht, wenn Kobolde in der Schule herumlaufen. 

Das magische Buch - von Merle Bohlen

  

Die Sonne schien auf mein Gesicht herunter und der Schweiß tropfte von meiner Stirn. Na Toll, dachte ich. Jetzt musste ich auch noch in dieses langweilige Schloss gehen. Was soll ich denn da machen? Ich folgte meinen Eltern die Schlosstreppe hinauf und sie schlossen sich einer Führung an. Das alte Schloss in Blankenese wurde vor ein paar Jahren zum Museum umgebaut und jeden Tag liefen hier Touristen ein und aus.

Die Führung begann. Ich trottete der Gruppe hinterher und sah mich um. Hier gab es echt nur langweilige Sachen! Rüstungen, Bilder und Bücher. Langweilig! Außer… auf einem Stuhl lag ein altes Buch. Ich betrachtete es genauer. Es musste einmal golden gewesen sein, doch jetzt war es braun, die Farbe war abgeblättert. Plötzlich war ich alleine im Raum. Die Gruppe musste weiter gegangen sein, Ich zuckte mit den Schultern und öffnete das Buch. Die Seiten waren leer. Bis auf eine. Ich las den Text auf dieser Seite laut vor. Plötzlich gab es einen Knall. Der Raum schaukelte. Ich schrie und knallte mit dem Kopf auf den Boden.

Nach einer Weile kam ich wieder zur Besinnung. Der Raum in dem ich mich befand sah den Schlossraum ähnlich. Er war doch irgendwie neu, aber gleichzeitig auch alt. Ich sah durch das Fenster im Raum. Das konnte doch nicht war sein! Draußen sah man einen Ritter mit Pferd, Frauen in alten Kleidern und die ganze Stadt sah aus wie im Mittelalter. Hatte ich gerade eine Zeitreise gemacht? Ich blinzelte. Der Raum und die Stadt blieben gleich. Ich musste dieses Buch finden um wieder in meine richtige Heimat zu kommen. Ich ging also durch das Schloss. „Halt!“, rief plötzlich jemand. Die Stimme klang bedrohlich. „Mist“, murmelte ich und lief. „Stehen bleiben!“ Dieser Jemand lief mit lauten Schritten hinter mir her, er war schon fast da… Ich rannte durch eine offene Tür und schlug sie fest zu. Dann hielt ich den Atem an. Jemand drückte gegen die Tür…doch bald gab er auf. Ich seufzte erleichtert und sah mich im Raum um. Dort standen Regale bis zur Decke mit Büchern gefüllt. Ich ließ meinen Blick durch den Raum schweifen. Dort lag das goldene Buch! Ich stürzte mich auf das Buch und schlug es auf. Es ertönte ein Knall. Farben wirbelten durcheinander, Blitze zuckten und ich stand in einem anderen Raum. Es sah aus wie in der jetzigen Zeit. Ich warf einen Blick durch das Fenster und… alles wieder normal! Ich war endlich wieder zu Hause.

 

Eine Geschichte von Anna-Lena Dräger

  

Sie blickte aus dem Fenster und guckte den Regentropfen dabei zu, wie sie vom Fenster abperlten. Ihre Eltern waren mal wieder auf irgendeiner Veranstaltung am Ende der Welt. Sie waren oft auf Reisen: In Australien, Peking, und überall in Europa. Irina hatte nicht wirklich ein spannendes Leben. Sie wohnte bei ihrer Großmutter. Ihr Vater war ein reicher Kaufmann, und ihre Mutter war seine Assistentin. In der Schule war Irina Klassenbeste. Sie beneidete die Mädchen und Jungen, die sich über einen 2-  freuten und davon schwärmten, wie viel Geld sie für die Note bekamen, und was sie sich davon kaufen wollten. Für Irina waren gute Noten nichts besonderes, genauso Weihnachten und ihr Geburtstag. Sie hatte alles Materielle, was sie wollte. Das einzige, was sie nicht hatte, waren Eltern, mit denen sie über ihre Probleme reden konnte. Irina war müde, denn es war ein anstrengender Tag gewesen. Sie legte sich ins Bett und wollte schlafen, als sie ein Hämmern am Fenster vernahm. Langsam stieg sie wieder aus dem Bett,  und ging zum Fenster hinüber. Unten im Garten stand einen Gestalt, die in schwarze Kleidung gehüllt war. Sie nahm ihren ganzen Mut zusammen, und machte das Fenster auf. „Wer ist da?“, fragte sie ängstlich. Einen kalte Stimme durchschnitt die Nacht: „ Hast du dir schon mal gewünscht unsterblich zu sein? In den Himmel zu fliegen und den Menschen dabei zu zusehen, wie sie schuften, ihnen zusehen, wie sie sich für nichts und wieder nichts abrackern?“ Irina wusste nicht, ob sie halluzinierte, aber die Vorstellung, die ihr die Gestalt in schwarz gab, gefiel ihr. Auf einmal hatte sie allen Mut der Welt. „Ja, ich habe mir das schon einmal vorgestellt, und es gefällt mir!“ Aber dann musste sie an ihre Großmutter denken. „Aber ich kann nicht.“ Das Wesen schien zu wissen was Irina dachte, denn es sagte: „Deine Großmutter ist vergänglich. Wenn du mein Angebot abschlägst, komme ich nicht noch einmal wieder.“ „Wer bist du überhaupt?“ Das Wesen lachte. Sein Lachen war schön und hell. Auf einmal drehte sich die Welt um Irina. Es war nicht mehr lange Nacht. Sie stand auf einer grünen Wiese. Vor ihr erstreckte sich eine lange Treppe aus Wolken. „Dies ist deine Heimat, Irina.“ Einen zuckersüße Stimme flüsterte ihr ins Ohr. Als sie sich umdrehte, blickte sie in strahlend blaue Augen. Es waren ihre Augen, in die sie blickte. „Steig die Treppe hoch, dann wirst du für immer hier bleiben können. Ich weiß dass du es möchtest. Dein Widerstand ist so klein wie einen Ameise.“ Irina wusste, dass das Wesen ihrer Selbst Recht hatte. Also stieg sie die Treppe hoch. Die Welt verschwand wieder vor ihren Augen. Sie spürte einen harten Aufprall, dann - nichts.

 

 

Am nächsten Tag stand in der Zeitung:

16 jähriges Mädchen stürzt beim Schlafwandeln vom Balkon.

 


Diesen Artikel drucken :: 06.02.2012
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